September 25, 2017

Viehscheid auf der Alpe Derb


Immer wieder gerne kehre ich zu einer meiner liebsten Alpen in unserem schönen Allgäu zurück und freue mich immer sehr, bekannte Gesichter zu sehen. Meist verbinden wir diesen Besuch mit einer schönen Wanderung durch den Halder-Tobel, die ich jedem wirklich ans Herz legen kann, denn hier ist man der Natur einfach ganz nah.

In diesem Jahr habe ich Martina und Lino - Alpwirte auf der schönen Alpe Derb aber aus einem ganz anderen Grund besucht:

Es war Viehscheid-Zeit und für die 14 Kühe, die dort ihren Alpsommer verbracht haben, hieß es wieder Abschied nehmen und zurück ins Tal zu kehren.


Der Viehscheid dürfte wohl einer der kleinsten im Allgäu sein, aber genau das ist es, was diesem Ereignis einen ganz besonderen Charme verleiht.
Familie Möslang - von jung bis alt - hat sich für diesen Tag herausgeputzt - nicht nur sich selbst, sondern auch die Kühe, für die ein richtig schöner Kopfschmuck angefertigt wurde.


Anders, wie bei manch anderen Alpen, bekommt hier nicht nur 1 Kuh einen prächtigen Kopfschmuck, sondern hier werden alle für den "großen Tag" besonders aufgehübscht, das hat mir sehr gut gefallen. 

Natürlich war die Euphorie über den Abzug auch unter den Tieren ganz deutlich zu spüren und als es für sie auf die Weide ging, haben leider manche von ihnen den Kopfschmuck auch schon wieder verloren. Aber es war die reinste Freude, ihnen zuzusehen, wie sie auf die Weide regelrecht "galoppierten".


Da wird gesprungen, geboxt und die Schellen begleiten diese "bunte Treiben" auf der saftigen Wiese.... dann heißt es, nochmal einen kräftigen Schluck aus dem Brunnen und dann geht´s auch schon los:



Hier ist natürlich eine gute Zusammenarbeit gefragt, denn die Tiere schieben schon auch gehörig an.



Mit strammen Schritt geht´s hinunter Richtung Ettensberg, wo auch bereits Zuschauer am Straßenrand auf die Rückkehr gespannt warten.



Und das wachsame Auge dieses jungen Burschen gibt Acht, dass keines der Tiere unbeabsichtigt im Garten eines Anwohners marschiert :).


Und dann ist's auch schon geschafft - alle Kühe kommen gesund und wohlbehalten am Scheidplatz an.


Was für ein schöner Tag und ein tolles Erlebnis. Wir freuen uns schon auf den nächsten Alpsommer... bei dem wir ganz bestimmt wieder die Alpe Derb besuchen.... für eine leckere Brotzeit, feinen Kuchen, eine kühle Erfrischung oder einfach einen netten Plausch! 

Wer noch auf der Alpe Derb einkehren möchte, kann dies noch bis zum 15. Oktober 2017 tun, dann schließt sich ihre Türen... bis nächstes Jahr im Mai!

Herzallgäuerliebste Grüße

Eure Saskia
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September 19, 2017

Pfrontner Viehscheiddäg


Einen wunderschönen guten Morgen liebe Allgäu-Freunde!

Die herzallgäuerliebste Blog-Pause ist nun zu Ende und es geht bereits mit "Vollgas" in den "Wander-Herbst" hinein.
Mit dem Ende der Ferien haben auch die Viehscheid-Tage bei uns im schönen Allgäu begonnen und alles ist wieder auf den Beinen, um vom "Alpsommer" Abschied zu nehmen.

Meine heutige Gastbloggerin und Freundin - Birgit von der Ostallgäuer LebensArt - war ebenfalls bei den Pfrontner Viehscheidtagen dabei und hat dabei ein paar Bilder für Euch eingefangen. Und ich freue mich sehr, dass sie heute bei mir im Blog zu Gast ist. Viel Spaß mit ihren Bildern.

Liebe Seitenbesucher,

die Viehscheid im Allgäu ist ein schöner Brauchtum und schon fast ein Muss als Einheimischer zumindest auf dem im eigenen Ort stattfindenden Almabtrieb dabei zu sein. 
Auch in meinem Heimatort Pfronten wird die Viehscheid gefeiert, mit den sogenannten "Viehscheiddäg", in der Woche vor dem großen Abtrieb kann man im Ort schon verschiedene Veranstaltungen besuchen u. a. dem Schmied beim Herstellen einer Kuhglocke zusehen, aktiv beim Kranzbinden helfen und somit in den Brauchtum eintauchen.


Am 09. September ist es dann endlich soweit, die Viehscheid beginnt in Pfronten-Dorf, dort kommen die Schumpen aus dem Achtal


eine halbe Stunde später kommen dann die Schumpen aus dem Vilstal, begleitet von der Musikkapelle ...


Die Hirtinnen und Hirten haben sich fesch rausgeputzt und sind glücklich darüber, dass sie ihrer Leitkuh die kunstvolle Krone aufsetzen durften, das heißt nämlich, dass der Herde im Alpsommer nichts passiert ist




Ca. 450 Schumpen werden durch den Ort getrieben und danach am Scheidplatz durch die Hirten „geschieden“ so dass dann jeder Bauer seine Schumpen wieder heil zurück ins Winterquartier, dem warmen Stall, bringen kann. Anschließend wird dann im Festzelt gemeinsam gefeiert und auf das Ende des Alpsommers angestoßen.  Schön war´s!

... werde das Läuten der Kuhglocken auf den Bergwiesen schon ein bisschen vermissen 🙂 aber wir sehen/hören uns im Frühjahr ja wieder...




Vielen Dank für diese wundervollen Impressionen vom Pfrontner Viehscheid, liebe Birgit.
Ich denke, jeder der schon einmal auf einem Viehscheid war, kann diese Gefühl nachvollziehen: Die Schellen, dieses knistern, das in der Luft liegt - der Alpsommer sagt "pfiat Eich - bis zum nächsten Jahr" und wehmütig blickt man den Tieren nach, die über den Sommer auf den Alpen grasen und das schöne Allgäu zu dem machen, was es nunmal ist:

Ein wunderschöner Ort zum Ruhen, Seele baumeln lassen, erholen und genießen!

Ich wünsche Euch einen schönen Wander-Herbst und hoffe sehr, dass wir noch ein paar schöne Tage haben, damit ich nochmal losziehen und ein paar Bilder knipsen kann.

Bis dahin... eine gute Zeit!

Herzallgäuerliebste Grüße 

Eure Saskia
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September 04, 2017

Herzallgäuerliebste Blog-Pause



Meine lieben herzallgäuerliebsten LeserInnen und Leser,

nun ist es auch für mich an der Zeit, eine kleine Blog-Pause einzulegen, die Seele baumeln zu lassen, neue Kraft für neue Projekte zu schöpfen und einmal richtig durchzuschnaufen.

In vielen Bundesländern hat bereits die Schule wieder begonnen, hier in Bayern haben wir mehr als die Hälfte nun geschafft.

Nun freue ich mich darauf, einfach mal in den Tag zu leben... spät frühstücken, lang im Schlafanzug rumhüpfen, überlegen, was man heute denn machen könnte, Ausflüge in unsere schöne Allgäuer Bergwelt machen, Freunde treffen, Möbel anmalen, mit BERGSCHÖN durch die Alpen wandern, liegengebliebenes aufarbeiten, Radtouren machen, Picknicken oder einfach mal nur an einem schönen Plätzchen ein leckeres Eis schmatzen.


Ich bin mir sicher, dass dabei auch ein paar schöne Blogbeiträge für den Herbst entstehen werden *zwinker*. Denn ich habe mich bereits wieder auf den Weg gemacht...

Ich wünsche auch Euch eine schöne, erholsame Zeit und hoffe, dass Ihr auch nach meiner BlogPause bei mir im herzallgäuerliebsten Allgäu-Blog wieder vorbeischaut :).

Denn ohne Euch, wäre mein Blog nicht das, was er heute wäre! Ein herzallgäuerliebstes DANKESCHÖN dafür!

Herzallgäuerliebste Grüße und bis Bald

Eure Saskia




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August 28, 2017

Besuch auf der urigen Alphütte Gschwenderberg


Das schöne als "Allgäuer" ist, das man ziemlich schnell dahin kann, wo einen pure Erholung, Natur und eine Auszeit vom hektischen Alltag erwarten.
Und so habe ich vormittags noch gearbeitet und mich dann nachmittags auf den Weg nach Gschwend am schönen Alpsee bei Immenstadt gemacht, um dort zur Alpe Gschwenderberg, die auf 1075 m oberhalb des Alpsees liegt, zu wandern.



Am großen Parkplatz in Gschwend stell ich also mein Auto ab, orientier mich noch kurz an der Info-Tafel, wo ich bin und wohin ich will und laufe dann auch schon los.

Der Weg ist anfangs etwas steiler und mit groben Geröll durchsetzt, aber trotzdem gut begehbar. Wer Wanderstöcke hat, kann diese hier bestens zum Einsatz bringen (ich habe meine - wie immer - natürlich zuhause liegen lassen *schmoll*).

Am Beginn des Weges liest man ein Schild "50 Gehminuten zur Alpe Gschwenderberg" - lasst Euch gesagt sein: Das ist seeehr großzügig kalkuliert, denn ich habe gerade mal knapp 25 Minuten gebraucht (und nebenzu ja auch noch fotografiert). Aber ehrlich gesagt war ich darüber sogar ziemlich froh, denn es war ziemlich heiss und der Schweiss stand mir eh schon auf der Stirn.
Daher ist es umso erfreulicher, dass beinahe der ganze Weg durch den schattigen Wald führt und es etwas angenehmer beim Aufstieg macht. 
Und wer sich ab und an mal umdreht, kann die Aussicht - die der Wald manches Mal freigibt, auf den Alpsee genießen. 



Und schon nach kurzer Zeit, als ich die Wald-Lichtung erreicht habe, sehe ich sie schon:

Die Alpe Gschwenderberg - hurra!



Es ist schon einiges los und die Gäste haben sich ein schönes, schattiges Plätzchen auf der Alpe gesucht, und lassen sich Kuchen und Brotzeiten so richtig schmecken.

Besser gehts nicht:



Der "Brunnenkühlschrank" der Alpe Gschwenderberg lädt die Gäste zur Selbstbedienung ein und auch ich gönn mir gleich mal einen erfrischenden kühlen "Russ" - lecker!
Dazu ein Pläuschchen mit Nicht-Einheimischen, Ausblick zum Gschwenderberg genießen - herrlich!
Und natürlich sollte sich keiner die leckeren Brotzeiten und anderen "Highlights" der Alpe entgehen lassen - es lohnt sich! :)

Quelle: Alpe Gschwenderberg - deftig und guat essa!
Schräghag auf der Alpe Gschwenderberg


Edelweiss
Dann statte ich Laila, der Hüttenwirtin in der Küche einen Besuch ab und unterhalte mich ein bisschen mit ihr. Ich muss sagen, ich bin schwer beeindruckt, wie souverän und geduldig die fleissigen Mädels Laila und Chrissi auf dieser urigen und über 300 Jahre alten Alpe, das Tagesgeschäft wuppen - einfach klasse! Chrissi und Laila kümmern sich im Sommer um die Alpe neben dem täglichen Einkehr-Betrieb auch um 35 Schumpen, 2 Schwarznasenschafe, Hühner, 1 Schwein und einen Kater und werden dabei von ihren Familien unterstützt. Ich würd sagen, das sind "echte Mädels, die mit anpacken können"!

Quelle: Alpe Gschwenderberg - links Chrissi und daneben Laila
Ich habe Laila ein paar Fragen für Euch gestellt:


Wie lange sind Chrissi und Du schon Sommer-Pächter auf der Alpe und was hat Euch dazu bewegt, dies zu machen?

Also ich habe die Alpe in der dritten Saison gepachtet. Chrissi ist den ersten Sommer mit oben.
Nach dem Studium habe ich im Allgäu nicht gleich einen Job gefunden. Zu dem Zeitpunkt habe ich dann erfahren, dass die Alpe im Sommer frei wird. Da ich zu dem Zeitpunkt schon mit meinem heutigen Mann zusammen war und dessen Eltern einen Grünlandbetrieb in Immenstadt haben, und die mir ihre Unterstützung zusicherten, habe ich es gewagt. 

Ihr betreut auf Eurer Alpe 35 Schumpen, fällt es Euch schwer, im Herbst zur Viehscheid wieder von ihnen Abschied zu nehmen?

Ja und nein. Man freut sich im Winter und im Frühjahr auf die Alpsaison, aber im Herbst freut man sich auch wieder auf ein „anderes“ Leben.
Zum Teil sind es auch die Schumpis von unserem eigenen Hof daheim. Und somit habe ich sie auch den ganzen Winter! Aber man bekommt schon eine ganz andere Beziehung zu den Tieren: und ich freue mich jedes mal wenn ich daheim im Stall bin, und eine Kuh wiedererkenne die als Schump bei mir auf der Alpe war.

Ich stelle es mir sehr anstrengend vor: Tagsüber Wanderer und Gäste zu verköstigen und zudem auch noch die Alpe zu unterhalten und Euch um die Tiere zu kümmern. Macht ihr das alles alleine oder greift Euch ab und an mal jemand unter die Arme?

Ja auch bei uns geht es nicht immer ohne Männer *zwinker*. Letztes Jahr konnte ich auch noch mehr selbst machen, aber jetzt mit dem 5 Monate alten Zwerg muss  sich mein Mann schon viel mehr ums Vieh kümmern. Das „Alltäglich“ kriegen wir Weiber schon hin, aber wenns ans Umtreiben, Entwurmen oder Mähen geht, kriegen wir nicht nur von meinem Mann hilfen, sondern auch von Chrissis Freund, meinem Papa, oder Schwiegerpapa.
Und an vollen Tagen muss auch mal meine Mama oder Schwester beim Spülen oder Kindsmagda herhalten!

Was macht Eure Alpe aus, so dass Ihr sagt, ein Besuch der Alpe Gschwenderberg sollte unbedingt auf die To-Do-Liste eines jeden „Allgäu-Liebhabers“?

Unsere Alpe ist eine der ältesten Alpen im Allgäu. Und vor Allem ist sie noch recht ursprünglich erhalten. Man kriegt einen kleinen Einblick, wie es vor 100 Jahren ausgesehen haben muss.
Zudem sind wir leicht vom Parkplatz in Gschwend zu erreichen. Auch mit kleinen Kindern kann man die Tour wagen, und ein Spielplatz mit einem echten-alten Traktor hebt vielleicht auch die Motivation der Kleinen.


Vielen Dank liebe Laila! :)

Hier wird alles mit ganz viel Herzblut gemacht und außerdem wird´s auch hand-gemacht. Daher sollte man schon a bissl Zeit mitbringen und etwas Geduld haben (gerade wenn viel los ist). Schließlich ist man hier auf der Alp und nicht in einem "Fast-Food-Restaurant" - nicht wahr? :) 

Die Einrichtung ist ebenso urig und am liebsten hätte ich von allen Raritäten Einzelaufnahmen gemacht, denn wo findet man sowas heute denn noch, wenn nicht auf einer Alpe, die auf eine solch beeindruckende Geschichte zurückblicken kann?




Zitat Laila Lange: "Die Alpe ist so alt, da passten früher die Immenstädter alle mitnand am Sonntag auf die Terrasse".



Viel altes Holz, uriges und gemütliches Ambiente machen die Alpe Gschwenderberg aus. Aber nicht nur das: Auch der Ausblick ist einfach herrlich. Inmitten der Allgäuer Berge gelegen, außer Naturgeräuschen und dem Läuten der Kuhglocken ist nichts zu hören - Natur pur!



Nach einem wirklich netten Schwätzchen und der erholsamen Pause mache ich mich nun wieder auf den Rückweg. Nehme hierzu aber einen anderen Weg und mache die kleine Tour so zu einem Rundweg.



Vorbei an der Hochberg Alpe biege ich nach einigen Metern am rauschenden Wasserfall nach links durch den Wald hinein ab und komme nach einigen Metern wieder dorthin, wo ich auch schon zur Alpe aufgestiegen bin. 


Kuh-Bussi

Wasserfall kurz vor dem Parkplatz in Gschwend
Insgesamt war ich 2 Stunden unterwegs und jetzt wissen "Nicht-Allgäuer" auch, warum wir Allgäuer es außerdem auch so schätzen, hier zu wohnen - wir können uns ganz einfach ganz schnell mal eine kleine Auszeit nehmen und die wundervolle Vielfalt der Allgäuer Alpen genießen und so neue Energie schöpfen. Aber: es ist auch schön und gut zu wissen, wo man hinkann, um es sich gutgehen zu lassen, z. B. in einen Urlaub zu uns ins schöne Allgäu *zwinker* :).

Herzallgäuerliebste Grüße

Eure Saskia




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August 22, 2017

Rauf auf´s Imberger Horn....


.... und über den Strausberg zur Strausbergalpe!


Ein wunderschöner, sonniger und leider auch fast etwas zu heisser Nachmittag, den wir für unsere Tour ausgesucht hatten.

Mittags ging´s los nach Bad Hindelang, wo wir uns bequem mit der Hornbahn zur Bergstation gondeln ließen. Es lohnt sich, mit dem Rücken zum Berg zu sitzen und die wunderschöne Aussicht hinab nach Bad Hindelang und die dazu gehörige Bergwelt zu genießen. Nach kurzer Auffahrt sind wir auch schon oben angekommen und machen uns direkt auf den Weg Richtung Imberger Horn.


Blick zum Burgberges Hörnte und dem Wächter des Allgäus: der Grünten!
Kurz bevor es hoch auf den Imberg geht, kann man auf Bänken Platz nehmen und in die Allgäuer Bergwelt schauen - so schön!
Steinmandl kenn ich sonst nur an Flussläufen und Tobelwegen, aber wie man sieht: auch in den Bergen ein neuer Trend!
Doch wir haben ein anderes Ziel, drum geht´s auch gleich weiter!



Auf schmalem Pfad und ein Stückchen durch den (Schatten spendenden) Wald geht´s immer weiter hinauf und schon nach ca. knapp 40 Minuten stehen wir oben am Gipfel des Imberger Horn´s auf 1655 m



Gerne hätten wir etwas länger dort oben verweilt, aber die Fliegen/Mücken (?) erlaubten uns nicht mal ein "abklatschen" des Gipfelkreuzes.... geschweige denn einen Eintrag im Gipfelbuch. Und so beäugten wir das Gipfelkreuz aus etwas Entfernung, blickten hinab ins Tal und gönnten uns einen großen Schluck Wasser (die Hitze machte uns schon etwas zu schaffen, aber wir sind ja zäh und lassen uns nicht so schnell unterkriegen).



Ist das nicht wunderschön? Ich bin immer wieder auf´s Neue beeindruckt, wie facettenreich und vielfältig unser schönes Allgäu doch ist.

Um die Wanderung harmonisch abzurunden, entschieden wir uns, nicht denselben Weg zurückzugehen, sondern über den Strausbergsattel zum Strausberg und dann Richtung Strausbergalpe hinabzusteigen.

Einfach fantastisch!
Blick ins Hintersteiner Tal
Schon nach wenigen Metern und Gehminuten erreichen wir dann das nächste Gipfelkreuz: Den Strausberg!


Und natürlich sind dann ein paar Fotos von uns Pflicht.... und das Gipfelkreuz wird "abgeklatscht".


Rettenschwanger Tal

Der Straussberg-Gipfel liegt auf 1554 m und gibt uns bereits den Blick zur Straussbergalpe frei.... wir können schon das zischen der kühlen Erfrischung "hören" und so machen wir uns weiter auf den Weg... schließlich bekommt man bei so einer Tour schon auch nen gscheiten Hunger - also nichts wie an den Abstieg.

Der Weg ist zwar etwas steil und recht schmal, aber durch Seile und Stufen gefestigt. Und auch hier lohnt es sich immer wieder Mal einen kurzen Stop einzulegen und den Blick in die Ferne schweifen zu lassen. Hinüber ins Rettenschwanger Tal, zur Rotspitze, Hintersteiner Tal...

.. wo mir auch gleich der Gedanke kommt: 
Da möchte ich auch mal hin *zwinker*.





Ein bissl Spaß muss sein... was isch schee? D´Fiaß in Höh´:)
Na? Könnt Ihr die Alpe sehen? ;)
Nach ca. 1 Stunde erreichen wir dann ENDLICH die wunderschön gelegene und urgemütliche Strausbergalpe (1227 m) mit der netten Alpwirtin Andrea Buhl.

Die Alpe wurde 1663 erstmals geschichtlich erwähnt und damals als "Roßberg" geführt. Im Jahre 1900 ging das Eigentum an den Prinzregenten Luitpold von Bayern über. Seit 2003 ist die Alpe in Privatbesitz.




Von der idyllisch gelegenen Terrasse hat man einen wundervollen Ausblick auf den Hindelanger Klettersteig, die Rotspitze und das Nebelhorn. Bäume spenden Schatten und machen gerade im Sommer einen entspannten Aufenthalt perfekt.



Mit viel Liebe zum Detail und einer umwerfenden und natürlichen Herzlichkeit verwöhnt Andrea zusammen mit ihrem charmanten Team die Gäste. Die Strausbergalpe ist zudem auch Teil des "Allgäuer Alpgenusses e.V.", bei dessen Verbund Andrea auch im Vorsitz aktiv mitwirkt.


Quelle: Johanna Buhl - Straussbergalpe
Quelle: Johanna Buhl - Straussbergalpe
Immer ein Lächeln auf den Lippen und das Herz auf dem rechten Fleck - das Team der Strausbergalpe.
Nicht lange überlegt, entscheiden wir uns für eine Brotzeitplatte für Zwei, auf der einfach rein gar nichts fehlt und keine Wünsche offen lässt. Dazu ein rustikales Brot und zwei kühle erfrischende Getränke "zisssssschhhhhh"! :) Und wir lassen es uns einfach so richtig schmecken *yummi*.


Hier bleiben keine Wünsche offen! Oifach guat!
Wem läuft da nicht das Wasser im Munde zusammen? 
Ich freue mich sehr, denn Andrea erkennt mich auch gleich wieder, da ich vor ein paar Wochen mit der lieben Yasemin und Gabel von Bergschön Oberallgäu, sowie anderen "Allgäu-Begeisterten" Jungs und Mädels bei Ihr zu Gast war. Und natürlich bleibt da ein Pläuschchen nicht aus - grad schee isch!


Auf den tollen Ausflug!
Auch wenn wir gerne noch weiter mit ihr geratscht hätten, so wird es auch für uns langsam Zeit, wieder aufzubrechen, da wir noch ein gutes Stück zurück nach Bad Hindelang vor uns haben und die letzte Bahn bereits um 17 Uhr ins Tal zurückfuhr. Und so hieß es für uns: zu Fuß ins Tal. Über den Zwölferkopf hinüber zur Bergstation der Hornbahn, gehts vorbei an der Hornalp wieder zurück - hinunter nach Bad Hindelang.



Wir steigen nochmals ein kurzes Stück nach oben auf und kreuzen schließlich den gleichen Weg wieder, von dem wir aus auf´s Imberger Horn hochgestiegen sind. Es ist menschenleer, keiner mehr unterwegs, die Sonne neigt sich langsam und wir genießen einfach nur die herrlich idyllische Ruhe auf dem Berg.



Es gibt ab der Hornalp drei Möglichkeiten, zurück zur Talstation zu gelangen: 1 3/4 Stunden, 1 1/4 oder 1 Stunde auf dem "Stürzelstaig" .....
Einmal dürft Ihr raten, für was wir uns entschieden haben: Natürlich für den Stürzelstaig... schließlich strapaziert man seine Knie somit nur 1 Stunde *lach*.

Im Nachhinein muss ich allerdings sagen, hätten wir lieber die 1/4 Stunde in Kauf nehmen sollen, da der Stürzelstaig schon knackig auf feuchtmatschigem Boden nach unten führt. Aber, wir haben den Weg bis ganz nach oben geschafft, warum nicht auch nach unten?

Glücklich und zufrieden kommen wir dann wieder unten am Parkplatz an und sehen schon, dass ein Gewitter von Westen her aufzieht *puh - Glück gehabt*. Ich würde sagen, wir haben den Tag perfekt genutzt, wunderschöne Aussicht genossen, nette Leute getroffen und kennengelernt und einen traumhaft schönen Tag in unserer geliebten Allgäuer Bergwelt genossen - was will man mehr?

Wer diese Tour einmal machen möchte, dem empfehle ich allerdings schon am späten Vormittag loszugehen, um die Mittagszeit wird´s schon recht heiß und alles in allem haben wir für die Tour doch knapp 6 Stunden gebraucht (mit Pausen eingerechnet natürlich). Aber es lohnt sich auf jeden Fall und die Einkehr auf der Strausbergalpe ist einfach ein MUSS! Die Öffnungszeiten und weiteren Infos zur Strausbergalpe findet Ihr außerdem HIER *klick*.

Ein Spielplatz für die Kleinen, wohltuender Schatten auf der Terrasse, leckere Brotzeiten, kühle Erfrischungen, ein netter und herzlicher Plausch, zwei Mulis nebenan und Ruhe pur - einfach PERFEKT! Wir werden sicher bald wieder einmal auf der Strausbergalpe vorbeischauen.... dann vielleicht auf nen Kaffee und leckeren Kuchen! :)

Wünsch Euch noch einen schönen Bergsommer!

Herzallgäuerliebste Grüße

Eure Saskia
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